Trichinen

Trichinen

Trichinellenuntersuchung von Fleisch

Trichinen (Nematoden der Gattung Trichinella) sind Fadenwürmer, die parasitär im Fleisch von Tieren wie dem Hausschwein, Wildschwein, Fuchs und Anderen vorkommen können. Durch den Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch ist eine Übertragung auf den Menschen möglich. Dies kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Bei geschwächten Patienten ist Befall des Herzmuskels bis zu Todesfolge möglich.

In der Schweiz ist die Trichinellenuntersuchung Bestandteil der amtlichen Fleischuntersuchung nach Artikel 31 VSFK (Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle). In der VSFK, Artikel 49, wird festgelegt, dass die Analysen nur von akkreditieren Laboren durchgeführt werden dürfen.

Für Fleischexport in die EU regelt die Verordnung (EG) Nr. 2075/2005, dass alle geschlachteten Schweine auf Trichinen untersucht werden müssen.

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Vorkommen und Verbreitung von Trichinen

Schweinezucht: Trichinellenuntersuchung als Bestandteil der amtlichen Fleischuntersuchung
Schweinezucht: Trichinellenuntersuchung als Bestandteil der amtlichen Fleischuntersuchung

Der klassische Übertragungsweg für Trichinen ist das Schwein. Das Vorkommen von Trichinen im Schweinefleisch ist jedoch je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich.

In der Schweiz wurde seit über einem Jahrhundert kein Trichinenfall mehr bekannt. Der Haus- und Wildschweinbestand gilt als trichinenfrei, aber Luchse und Füchse sind stark befallen.

In den umliegenden Ländern treten vereinzelt Fälle von Trichinenbefall auf, besonders häufig kommt es in den Ländern Osteuropas und in Spanien zu Infektionsfällen.

Analytischer Nachweis von Trichinen

Der Nachweis der Parasiten im Fleisch erfolgt in den meisten Fällen über eine Verdauung von Zwerchfellmuskulatur mit Salzsäure und Pepsin.


Dabei werden Poolproben (Proben von 35 Schweinen zu 1 Gramm beim automatischen Verdauungsverfahren) analysiert. Die unverdaulichen Larven bleiben gefiltert zurück und können mikroskopisch identifiziert werden.

Wie sensitiv ist die Nachweismethode?

Die Sensitivität der Nachweismethode mittels Verdauung liegt bei etwa einer Trichinenlarve pro Gramm Muskulatur. Bei positiven Befunden erfolgt die endgültige Absicherung und Artidentifizierung mittels PCR.

Massnahmen zur Fleischsicherheit

Die Zahl der Trichinellosefälle ist überall dort deutlich zurückgegangen, wo konsequente Massnahmen ergriffen wurden. Nach den fleischhygienerechtlichen Bestimmungen ist die Untersuchung auf Trichinen bei Schweinen, Wildschweinen, Pferden, Bären und Nutrias gesetzlich vorgeschrieben. Trichinenbefallene Tierkörper werden als untauglich für die menschliche Ernährung eingestuft. Bei anderen Tierarten die potentiell als Überträger in Frage kommen, ist eine Prüfung entsprechend dem Gefährdungsrisiko, zu empfehlen.

Besondere Bestimmungen für Fleisch für Export oder aus Import

Fleisch, das für den Export in die EU-Länder bestimmt ist, muss lückenlos geprüft werden.
Importe aus dem Nicht-EU-Ausland gebieten Vorsicht, da bei Haus- und Einzelschlachtungen keine obligatorische Fleischbeschau stattfindet. Gegebenenfalls ist eine Beschau durch das Veterinäramt bei der jeweiligen Verwaltungsbehörde nachzuholen und auch zu empfehlen.


Unsere Dienstleistungen im Einzelnen:

Trichinen: Fadenwurm unter dem Lichtmikroskop
Trichinen: Fadenwurm unter dem Lichtmikroskop

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Jörg Freudenberger Staatl. gepr. Diplomlebensmittelchemiker

Tel. +41 58 434 42 00 service@ufag-laboratorien.ch

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