Methodenentwicklung und Methodenvalidierung

Methodenentwicklung und Methodenvalidierung

Entwicklung und Validierung von Analysemethoden für die Qualitätskontrolle

Für neue Produkte ist es nötig, geeignete Analysenmethoden für die Freigabe oder Stabilitätsstudien zu entwickeln. Als GMP-akkreditiertes und FDA-registriertes Schweizer Auftragslabor können wir aus einem enormen analytischen Fundus schöpfen und mit gezielten Literaturrecherchen und Machbarkeitsstudien schnell zum gewünschten Ergebnis beitragen.

Die Validierung analytischer Methoden wird in den GMP-Regelwerken verlangt. Spätestens vor Beginn klinischer Studien müssen die Analysenmethoden eines Produktes validiert sein. Die vollumfassende Validierung gemäss ICH- und FDA-Guidelines ist bis zur Zulassung zwingend erforderlich. Die Validierung einer analytischen Methode erbringt den Nachweis, dass das gewählte Verfahren für den beabsichtigten Analysenzweck geeignet und anwendbar ist.

Der Validierungsumfang wird gemeinsam mit Ihnen in einem Validierungsprotokoll festgelegt. Die experimentellen Arbeiten werden durch qualifiziertes und geschultes Personal ausgeführt und die Ergebnisse in einem ausführlichen Validierungsbericht zusammengefasst.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Methodenentwicklung oder möchten Sie wissen, ob eine produktspezifische Validierung notwendig ist?

 

Wir beraten Sie gerne.

Lesen Sie hier weiter, auf welche Punkte Sie achten müssen - oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf.


Validierung analytischer Verfahren nach Analysetypen

Man unterscheidet zwischen folgenden verschiedenen Typen von Analysen:

  • Identifizierungsprüfungen
  • Quantitative Bestimmungen des Gehalts an Verunreinigungen
  • Grenztests zum Monitoring von Verunreinigungen
  • Quantitative Bestimmung des Wirkstoffgehalts

Anhand einer Identifizierung wird die Identität eines Analyten sichergestellt. Dies geschieht generell durch Vergleich einer Probe mit einem Referenzstandard mittels chromatographischer oder spektroskopischer Methoden.

Die Prüfung auf Verunreinigung kann entweder durch einen Grenztest oder durch quantitative Bestimmungen erfolgen. Je nach Art des Tests sind unterschiedliche Validierungsparameter erforderlich.

Gehaltsbestimmungen ermöglichen die quantitative Bestimmung des Analyten in einer Probe. Überwiegend werden bei Gehaltsbestimmungen chromatographische Methoden angewendet und validiert.

Für das Fertigprodukt werden zusätzlich Methoden für Freisetzungsreaktionen des Wirkstoffs in Kombination mit HPLC und UV validiert.

Vorgehen bei Validierungen

Welche Verfahrenskenngrössen zu bestimmen sind, ist abhängig vom Analysentyp und in der ICH-Leitlinie Q2(R1) beschrieben. Die Tabelle "Validierung von analytischen Verfahren" gibt hierzu einen Überblick.

Validierung von analytischen Verfahren

Type of analytical procedure

IDENTIFICATION

TESTING FOR IMPURITIES ASSAY - dissolution

(measurement only) - content/potency

characteristics   quantitative

limit

 
Accuracy

-

+

-

+

Precision Repeatability
Interm.Precision
 

-
-

 

+
+ (1)

 

-
-

 

+
+ (1)

Specificity (2)

+

+

+

+

Detection Limit

-

- (3)

+

-

Quantitation Limit

-

+

-

-

Linearity

-

+

-

+

Range

-

+

-

+

- signifies that this caracteristic is not normally evaluated

+ signifies that this characteristic is normally evaluated

(1) in cases where reproducibility (see glossary) has been performed, intermediate precision is not needed

(2) lack of specificity of one analytical procedure could be compensated by other supporting analytical procedure(s)

(3) may be needed in some cases

Erweiterte Anforderungen der FDA an Validierungen

Zusätzlich zu den ICH Richtlinien beschreiben FDA-Guidelines weitere Validierungsanforderungen. Besonderer Wert wird dort auf die Robustheit einer Methode gelegt. Es ist damit der Nachweis erforderlich, das kleinere Abweichungen, wie z.B. Pufferzusammensetzung, HPLC-Flow, Temperatur etc., nicht die Validität der Methode beeinflussen.

„Stability Indicating“

Im Rahmen einer Stabilitätsstudie muss für eine Methode zur Bestimmung von Gehalt und Abbauprodukten – heute in der Regel HPLC-Methoden – zudem nachgewiesen werden, dass die Methode „stability indicating“ ist. Dies geschieht mittels „Forced Degradation Studies“, in denen durch drastische chemische und physikalische Einflüsse Abbau erzwungen und der Nachweis erbracht wird, dass die Abbauprodukte und der Wirkstoff in den Chromatogrammen mit der gewählten analytischen Methode separiert werden können.


Unsere Dienstleistungen im Einzelnen:

HPLC-Analytik: Methodenentwicklung und Methodenvalidierung
HPLC-Analytik: Methodenentwicklung und Methodenvalidierung
  • Beratung und Literaturrecherche zur Methodenentwicklung
  • Methodenentwicklung
  • Erstellung einer SOP für die analytische Methode
  • Beratung zum Validierungsumfang und Erstellung eines Validierungsprotokolls (Validierungsplan)
  • Methodenvalidierung und Validierungsbericht
  • Weitere Dienstleistungen laut Leistungsverzeichnis oder auf Anfrage